2026-08-14 14:35:00 zurück zur Übersicht

Pilatus nimmt neues Kompetenzzentrum für Verbundwerkstoffe in Betrieb

Stans, 14. August 2026

Stans - Pilatus hat sein neues Kompetenzzentrum Schwarzhorn in Nidwalden in Betrieb genommen. Es vereint erstmals die Entwicklung und Fertigung von faserverstärkten Kunststoffbauteilen unter einem Dach und schafft rund 300 neue Arbeitsplätze.

Der Nidwaldner Flugzeugbauer Pilatus hat ein neues Kompetenzzentrum für faserverstärkte Kunststoffe, sogenannte Composites, in Betrieb genommen. Das neue Gebäude mit dem Namen Schwarzhorn befindet sich in Nidwalden und bietet künftig Arbeitsplätze für rund 300 Mitarbeitende. Laut Mitteilung vereint es erstmals die Entwicklung und Fertigung von faserverstärkten Kunststoffbauteilen unter einem Dach.

Faserverstärkte Kunststoffe kommen bei Pilatus seit über 40 Jahren für nicht lasttragende Sekundärstrukturen zum Einsatz. „Mit dem PC-24 Super Versatile Jet kommen erstmals auch Primärstrukturbauteile aus Composite zum Einsatz“, erklärt Pilatus in der Mitteilung. Das Unternehmen plant, den Einsatz von Composites in Zukunft weiter auszubauen.

Das Kompetenzzentrum ist nach einem Schweizer Berg sowie nach der Farbe der lasttragenden Composite-Bauteilen benannt. Es vereint sämtliche Prozessschritte, inklusive der Rohmaterialanlieferung und -lagerung, der Bauteilfertigung, der Detailmontage und Oberflächenbehandlung sowie der Kommissionierung. Die Bauteile liefert Pilatus als fertig kommissionierte Kits direkt in die Endmontage. Die Fertigungsflächen bieten zudem die Möglichkeit, künftig Fertigungsschritte weiter zu automatisieren. Das Gebäude ist zudem mit Photovoltaikanlagen auf Dach und Fassade ausgestattet und nutzt Prozessabwärme und Grundwasser für Heizung und Kühlung, um den externen Energiebedarf zu reduzieren.

„Mit diesem Gebäude bekennt sich Pilatus erneut zum Denk-, Werk- und Ausbildungsplatz Schweiz – und zu unserer nachhaltigen Entwicklung hier vor Ort, wo wir unsere Wurzeln haben“, so Pilatus-CEO Markus Bucher in der Mitteilung. „Mit einer Investition von 100 Millionen Schweizer Franken ist dieser Bau das teuerste Gebäude, in das wir bisher investiert haben.“ ce/nta